Ein außergewöhnliches Ereignis: Doppeleinführung in der Lutherkirche

Hof.  "Eine solche Doppeleinführung gab es in den letzten Jahrzehnten nicht", sagte Dekan Günter Saalfrank beim Gottesdienst am 1. Mai in der Hofer Lutherkirche. Damit sei für die Gemeinde keine leichte Zeit zu Ende gegangen, nachdem beide vormaligen Pfarrstelleninhaber aus unterschiedlichen Gründen Hof verlassen hatten. Ein erster Lichtblick sei gewesen, dass Pfarrerin Ute Rakutt seit Herbst vergangenen Jahres im Umfang von einer halben Stelle Vertretungsaufgaben übernommen hat. Rakutt entschied sich schließlich, zu bleiben. Heute wurde sie auf der ersten Pfarrstelle in ihr Amt eingeführt.

Pfarrer Rainer Mederer dagegen hatte sich auf dem üblichen Wege auf seine neue Stelle beworben; angesprochen habe ihn dabei die Verbindung von Gemeindearbeit und Altenheimseelsorge, sagte Dekan Saalfrank. Denn die 2. Pfarrstelle  ist kombiniert mit einer Viertel Stelle für Altenheimseelsorge. Zum Sonntag Rogate ("Betet") gab er den beiden Geistlichen den guten Rat mit auf den Weg, auf die eigenen geistlichen Kraftquellen - wie das Gebet -zu achten.

In ihrer ersten - gemeinsam gestalteten - Predigt brachten Pfarrerin Rakutt und Pfarrer Mederer ihrer neuen Gemeinde Aspekte zum Vaterunser nahe - ausgehend von jeder einzelnen Bitte. Zum Schluss gab es noch ein Abendmahl, bei dem selbst gebackenes Brot und Weintrauben durch die Reihen weitergereicht wurden. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor, dem Kirchenchor und der Band "Kraftfeld". Doch auch der ein oder andere Vers, a capella von der ganzen Gemeinde gesungen, war beeindruckend. Ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Gottesdienst!

Das Bild zeigt Pfarrerin Rakutt, Pfarrer Mederer und Dekan Saalfrank (von links).