„Ein süffiges Bier“ - Hofer Reformationstrunk vorgestellt

Hof. „Ein süffiges Bier.“ „Lässt sich gut trinken.“ So oder ähnlich waren die Stimmen auf das Hofer Lutherbier, dessen erstes Fass am Sonntag im Anschluss an einem Freiluftgottesdienst im Innenhof des Klarissenklosters angezapft wurde. 3.500 Liter haben die Braumeisterinnen Gisela und Monika Hansen von dem besonderen Getränk zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ produziert. Mit einer Altbierhefe gebraut entstand ein naturtrübes Bier der Sorte „Fränkisches Sticke“ mit 5,8 Prozent Alkohol. Die Chefinnen der Hofer Meinelbräu gaben ihrem flüssigen Beitrag zum Lutherjahr den Namen „Martins Wissensdurst“.  „Luther war ein Meister der Wortschöpfungen“, erklärten sie. Auch der Begriff „Wissensdurst“ stamme von ihm.

„Der Reformator hatte ein durchaus inniges Verhältnis zum Bier“, unterstrich Dekan Günter Saalfrank bei der Vorstellung des besonderen Getränks zum Reformationsjubiläum. Bier habe in seiner Zeit als Augustinermönch wesentlich zur Ernährung beigetragen. Kein Wunder, dass Luther später sagte: „Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken.“  Mit zwei Schlägen sticht der Dekan das erste Fass von „Martins Wissendurst“ an – assistiert von den beiden Braumeisterinnen.

Die Idee zum Lutherbier kam von Pfarrer Rainer Mederer von der Hofer Lutherkirche. Er freute sich, dass das Getränk bei den Anwesenden – unter ihnen Oberbürgermeister Harald Fichtner und Landtagsabgeordneter Alexander König - gut ankam. So gut, dass es nach einer Stunde kein Bier mehr gab – weder vom Fass noch in der Flasche. 

„Martins Wissendurst“ wird bei Gemeindefesten  im evangelischen Dekanat Hof ausgeschenkt. Außerdem gibt es den Reformationstrunk bei der Brauerei Meinel in Hof zu kaufen: Im Kasten oder im praktischen Sechser-Tragerl.

 

Bildunterschrift: 

Hochkonzentriert zapfte der Dekan Günter Saalfrank das erste Fass des Hofer Lutherbieres an – assistiert von den Braumeisterinnen Gisela und Monika Hansen. Nach zwei Schlägen hieß es: „Ozapft is.“  Pfarrer Rainer Mederer (rechts), von dem die Idee zum Reformationstrunk kam, hielt die Szene im Bild fest.                                                                                Foto: M.S.