Glockenweihe in Joditz

Die neuen GlockenJoditz. Bis Juni 2014 begleiteten die alten Eisenglocken das Leben der Menschen in der Kirchengemeinde, doch 95 Jahre haben deutliche Verschleiß- und Schadensspuren hinterlassen. Nun hat die Gemeinde drei neue Glocken. Am 25. September wurden sie feirerlich geweiht, am 23. Oktober werden sie im Kirchweihgottesdienst in den Dienst gestellt. Dekan Günter Saalfrank bezeichnete den Festtag als "Jahrhundertereignis für Joditz." 

In Bronze gegossen wurden sie von der Glockengießerei Rincker im hessischen Sinn. Die große Glocke 1 erklingt im Nominalton e, hat einen Durchmesser von 1159 mm und wiegt 927 kg, soviel haben die drei Glocken vor 1913 miteinander gewogen. Die Glocke 1 erinnert uns an Tod und Ewigkeit, ist Mahner und Tröster zugleich und erinnert uns an erfüllte Leben im Glauben an Gott. Die Inschrift lautet „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet“ (Röm 12,12);

Die Glocke 2 oder auch „Vaterunserglocke“ erklingt im Nominalton a, hat einen Durchmesser von 947 mm und wiegt 524 kg. Die Inschrift ermuntert uns, ins Lob Gottes einzustimmen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!“ (Lukas 2,14)

Die Glocke 3 oder auch „Taufglocke“ erklingt im Nominalton c, hat einen Durchmesser von 825 mm und wiegt 376 kg. Sie erinnert uns an unsere reformatorische Tradition mit dem Lutherwort Ein feste Burg ist unser Gott. Auf dem Bild sieht man links noch eine vierte Glocke, die kleinste. Sie wurde 1512 gegossen und wird das Geläut nach 95 Jahren, in denen sie stumm im Glockenstuhl hing, wieder ergänzen.