Hofer Kirchenasyl beendet

Hof. Zwei Tage vor dem Heiligen Abend wurde das Kirchenasyl für zwei Flüchtlinge aus dem Iran in Hof erfolgreich beendet. Über ein Jahr waren sie in kirchlichen Räumen untergebracht, weil ihnen die Abschiebung nach Afghanistan drohte. Nun können sie vorerst in Deutschland bleiben. Nach den Worten des Hofer Dekan Günter Saalfrank, in dessen  Gemeinde der 27-jährige Mann und sein 11- jähriger Neffe Kirchenasyl erhielten, handelte es sich um einen besonderen humanitären Härtefall: „Hier war christliche Beistandspflicht gefragt.“ 

Auf der Flucht aus dem Iran war der Junge von seinen Eltern getrennt worden. Zusammen hatten sich Onkel und Neffe nach Deutschland durchgeschlagen. Hier arbeitete der 27-jährige, den das Amtsgericht Hof als Vormund für den Minderjährigen bestellte, im Bundesfreiwilligendienst bei der Lebenshilfe. Da die Asylanträge des Mannes und des Jungen abgelehnt wurden, sollten sie nach Afghanistan abgeschoben werden – in ein für sie völlig fremdes Land. Zwar kamen ihre Vorfahren aus Afghanistan, doch sie selbst waren im Iran aufgewachsen. Über 50.000 Menschen hatten sich in einer Petition für den Verbleib der beiden Flüchtlinge ausgesprochen.