Pfarrerin wird Goldschmiedin

Pfarrerin Daniela HerrmannKonradsreuth. Für drei Jahre hängt Pfarrerin Daniela Herrmann ihren Beruf an den Nagel, um sich zur Gold- und Silberschmiedin ausbilden zu lassen. Für die Theologin, die seit 2010 gemeinsam mit ihrem Mann in Konradsreuth tätig ist, geht damit ein Wunsch in Erfüllung: "Ich wollte noch eine kunsthandwerklicheAusbildung machen." Groß war die Freude, als sie nach einem Auswahlverfahren von der Berufsfachschule in Kaufbeuren eine Zusage bekam. Von September an drückt sie nun dort die Schulbank.

Die Aufgaben der Pfarrerin in Konradsreuth wird ab 1.September ihr Mann Florian übernehmen, mit dem sie sich bislang die Stelle teilte. Wie es nach der Ausbildung zur Gold- und Silberschmiedin weiter geht, ist noch offen. Daniela Herrmann kann sich vorstellen, den Pfarrberuf mit einer handwerklichen Tätigkeit zu verbinden.

In der Kirchengemeinde wurde die Entscheidung der Pfarrerin mit Bedauern und Verständnis aufgenommen. "Im Neuen Testament haben Menschen erst einen handwerklichen Beruf erlernt und sind dann in den Verkündigungsdienst gegangen. Bei Frau Herrmann ist es umgekehrt", meinte Hofs Dekan Günter Saalfrank. Er wird die geschätzte Theologin am Sonntag, 27.August bei einem Abendgottesdienst aus ihrem bisherigen Dienst verabschieden.